Julian Löhle ist Förster beim Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten und betreut das Revier Filzingen an der Iller. Schon als kleiner Junge entwickelte er eine Faszination für die Natur. Auf dem elterlichen Bauernhof war er von Tieren und Wald umgeben.
Für ihn ist der Beruf des Försters mehr als ein Job, eher eine Berufung. Schon als Kind begleitete er seinen Onkel auf die Jagd. Heute sieht er in seiner Arbeit eine große Verantwortung. Dazu gehören Erholung, Wasser- und Sturmschutz, Rohstoffe sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Hinzu kommt der Klimaschutz, denn der Klimawandel ist im Wald längst spürbar. Dabei denkt er in Generationen. Was heute bewirkt wird, zeigt seine Wirkung erst in 80 bis 100 Jahren.
Seinen treuen Jagdhund Carlos bezeichnet er als seinen einzigen Arbeitskollegen. Für ihn ist er jedoch weit mehr als das: ein vollwertiges Familienmitglied. Seine Familie und sein Zuhause geben ihm Kraft, aber auch das Vereinsleben in seiner Heimat liegt ihm am Herzen. Dort schätzt er die Gemeinschaft, sei es im Musikverein oder in der Feuerwehr.
Heimat bedeutet für ihn vor allem Ankommen und dass er genau dort arbeiten darf, wo er aufgewachsen ist, erfüllt ihn mit großem Stolz. Nachbarschaft heißt für ihn Unterstützung, Geborgenheit und die Freude, Erlebnisse miteinander zu teilen.