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Der Vorstand der VR Bank Neu-Ulm im Anzug vor einem Bankgebäude

Vorläufige Geschäftszahlen 2025

VR-Bank Neu-Ulm weitet Kundengeschäft aus und festigt Marktposition

  • Nachhaltiges Wachstum bei Einlagen und Krediten
  • Starker Verbund als wichtiger Erfolgsbaustein
  • Wero etabliert sich als europäische Echtzeit‑Bezahllösung
  • Altersvorsorge bleibt zentrales Zukunftsthema
Neu-Ulm, 31. März 2026 – Die VR-Bank Neu-Ulm blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das von einem herausfordernden Umfeld geprägt war. Geopolitische Spannungen, Zollkonflikte und eine schwache Konjunktur belasten zwar weiterhin die mittelständische Wirtschaft und die privaten Haushalte, dennoch konnte die VR-Bank sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft ein deutliches Wachstum erzielen. „Gerade in unsicheren Zeiten erachten wir es als unsere genossenschaftliche Kernaufgabe, ein verlässlicher Partner für die regionale Wirtschaft und unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden zu sein. Unser Geschäftserfolg spiegelt dabei das tiefe Vertrauen wider, das uns als Kreditgenossenschaft entgegengebracht wird“, stellt der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Seel hinsichtlich der Veröffentlichung der vorläufigen Bilanz- und Geschäftszahlen heraus. Vertriebsvorstand Steffen Fromm hebt zudem die intensive Kundenbetreuung als wichtigen Erfolgsfaktor hervor: „Wir sind davon überzeugt, dass der persönliche Kontakt, das aufmerksame Zuhören und die enge Begleitung unserer Kundinnen und Kunden den Unterschied ausmachen – insbesondere im Vergleich zu digitalen Anbietern. Dies ermöglicht uns, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, Vertrauen aufzubauen und langfristige Beziehungen zu pflegen.“

Nachhaltiges Wachstum bei Einlagen und Krediten

Das vergangene Geschäftsjahr 2025 war erneut durch ein bilanzielles Wachstum geprägt: Die Bilanzsumme der VR-Bank Neu-Ulm ist im vergangenen Jahr um 60 Millionen Euro (plus 2,4 Prozent) auf 2,575 Milliarden Euro gestiegen. Dabei nahmen die Kundenforderungen (Kredite) auf der Aktivseite der Bilanz um 4,7 Prozent auf 1,919 Milliarden Euro zu (Vorjahr: 1,833 Milliarden Euro). Die Kundeneinlagen auf der Passivseite der Bilanz sind um 2,5 Prozent auf 2,022 Milliarden (plus 50 Millionen Euro) gewachsen.

Entgegen der konjunkturellen Stagnation hat die Nachfrage nach Krediten wieder spürbar zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden im privaten Wohnbaugeschäft insgesamt 618 Finanzierungen in Höhe von 180,3 Millionen Euro neu vergeben. Dies stellt eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr dar, in dem 469 Finanzierungen mit einem Volumen in Höhe von 105,3 Millionen Euro zu verzeichnen waren. Eine ebenso positive Entwicklung zeigte sich im gewerblichen Bereich: Die Anzahl der Finanzierungen stieg von 421 auf 521. Das zugehörige Gesamtfinanzierungsvolumen erhöhte sich dabei um 63,6 Millionen Euro auf insgesamt 218,8 Millionen Euro (Vorjahr: 155,2 Millionen Euro).

Starker Verbund als wichtiger Erfolgsbaustein

Neben den bilanziellen Positionen ist auch eine signifikante Ausweitung des außerbilanziellen Geschäfts zu verzeichnen. Darunter fallen Darlehen sowie Anlage- und Versicherungsprodukte, die an Verbundunternehmen wie die DZ Privatbank, Union Investment, Schwäbisch Hall, MünchenerHyp und den Versicherern R+V und Allianz vermittelt wurden. Das Kundenanlagevolumen erhöhte sich dabei um 4,6 Prozent auf nunmehr 3,438 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,288 Milliarden Euro). Das Kundenkreditvolumen nahm um 3,2 Prozent beziehungsweise 74 Millionen Euro auf 2,416 Milliarden Euro zu. Das gesamte betreute Kundenvolumen konnte somit insgesamt um 4,0 Prozent auf 5,854 Milliarden Euro gesteigert werden.

Einen wichtigen Beitrag zum Geschäftserfolg haben erneut die Immobilienvermittlungen geleistet. So konnten im Jahr 2025 insgesamt 75 Objekte vermittelt werden, sieben davon waren Neubauobjekte. Das Gesamtvolumen belief sich dabei auf rund 25 Millionen Euro. Die stetige Immobiliennachfrage zeigt, dass der Wunsch nach den eigenen vier Wänden – aufgrund des großen Wohnraummangels und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – für viele Menschen nach wie vor ein dringliches Thema darstellt.

Mit Blick auf das Gesamtergebnis erzielte die VR-Bank Neu-Ulm im abgelaufenen Geschäftsjahr, vorbehaltlich der endgültigen Feststellung des Jahresabschlusses, einen Bilanzgewinn in Höhe von 3,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,8 Millionen Euro). Neben dem Zinsergebnis hat vor allem – wie oben näher veranschaulicht – das erfolgreiche Provisionsgeschäft zum Erfolg beigetragen. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) lag im Berichtsjahr mit 54,3 Prozent auf Vorjahresniveau. Damit positioniert sich die VR-Bank Neu-Ulm weiterhin unter den profitabelsten Banken in Bayern.

„Das erfreuliche Ergebnis werten wir als besonderen Vertrauensbeweis in die Solidität unseres Geschäftsmodells und in die Kompetenz unserer 304 Mitarbeitenden. Insbesondere im Tagesgeschäft nehmen die Herausforderung stetig zu, um auf tiefgreifende Einflüsse von außen schnell und flexibel reagieren zu können. Die positive Entwicklung im Kundengeschäft gibt uns dabei ein gutes Gefühl, dass wir nah an unseren Kundinnen und Kunden dran sind und unserem genossenschaftlichen Auftrag gerecht werden“, resümiert Dr. Wolfgang Seel.

Wero etabliert sich als europäische Echtzeit‑Bezahllösung

Darüber hinaus geht der Vorstandsvorsitzende näher auf die Bedeutung des neuen europäischen Bezahlsystems Wero ein: „Wero bietet unseren Kundinnen und Kunden zum einen Komfort, vor allem aber Sicherheit, weil alle Transaktionsdaten innerhalb des europäischen Rechtsraums verbleiben und strengen Datenschutzstandards unterliegen.“

Der neue Bezahldienst ermöglicht schnelle Echtzeit-Überweisungen per Handynummer – direkt über die VR Banking App – und wird Schritt für Schritt in den Online-Handel integriert. Damit stärkt Wero nicht nur die digitale Souveränität Europas, sondern reduziert zugleich die Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsanbietern wie PayPal.

Die VR‑Bank Neu‑Ulm begleitet die Einführung aktiv – unter anderem durch ein Ausbildungsprojekt, über das Kundinnen und Kunden die Vorteile und einfache Anwendung der einheitlichen europäischen Bezahllösung praxisnah kennenlernen. Inzwischen nutzen rund 50 Millionen Menschen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und den Beneluxstaaten den neuen Dienst.

Altersvorsorge bleibt zentrales Zukunftsthema

Als weiteres bedeutsames Zukunftsthema hebt Steffen Fromm die Altersvorsorge hervor. Mit der bevorstehenden Einführung der Frühstart‑Rente zeichnet sich ein grundlegender Neustart der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge ab. Die Bundesregierung plant, Kindern und Jugendlichen zwischen dem sechsten und dem 18. Lebensjahr künftig einen monatlichen Zuschuss von zehn Euro bereitzustellen – zweckgebunden für ein staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt. Dadurch würde ein früher Vermögensaufbau gefördert werden, um langfristigen Versorgungslücken entgegenzuwirken.

Gerade die junge Generation steht vor enormen finanziellen Herausforderungen durch die demografische Entwicklung. Je früher man zu sparen beginnt, desto geringer ist der eigene Aufwand, um im Alter gut abgesichert zu sein. Die VR‑Bank Neu‑Ulm beobachtet bereits heute ein wachsendes Interesse an verständlichen, transparenten und flexiblen Vorsorgelösungen.

„Für uns als regionale Genossenschaftsbank steht vor allem eines im Mittelpunkt: Wir möchten Familien und junge Menschen frühzeitig dabei unterstützen, ein Vermögenspolster für das Alter aufzubauen. Das stärkt nicht nur die individuelle Zukunftssicherheit, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität unserer Region“, fasst Steffen Fromm zusammen.

Mit rund 70.000 Kundinnen und Kunden, 32.493 Mitgliedern, 304 Mitarbeitenden und 14 Geschäftsstellen gehört die VR‑Bank Neu‑Ulm zu den bedeutenden Regionalbanken in der Wirtschaftsregion Ulm/Neu‑Ulm und ist die größte Genossenschaftsbank im Landkreis Neu‑Ulm. Sie übernimmt eine zentrale Rolle bei der finanziellen Begleitung der Menschen und mittelständischen Unternehmen in ihrem Geschäftsgebiet. Darüber hinaus erfüllt sie eine wichtige gesellschaftliche Funktion, indem sie jedes Jahr eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte unterstützt. Das Spenden- und Sponsoringvolumen belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt 248.635 Euro. Dieses Engagement unterstreicht den genossenschaftlichen Förderauftrag, der weit über das reine Bankgeschäft hinausgeht. (Stand: 31.03.2026)


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