VR-Bank und Volksbank prüfen Möglichkeit einer Fusion

Neu-Ulm/Weißenhorn 16.07.2014

Die beiden größten Genossenschaftsbanken im Landkreis Neu-Ulm, die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn eG und die Volksbank Neu-Ulm eG, werden in den kommenden Wochen und Monaten die Möglichkeit eines Zusammenschlusses prüfen. Die jeweiligen Aufsichtsgremien beauftragten nun die Vorstände beider Institute, konkrete Gespräche aufzunehmen, um die Eckpunkte einer gemeinsamen genossenschaftlichen Landkreisbank auszuloten. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Ende des Jahres der Öffentlichkeit präsentiert.

„Wir sind gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden verpflichtet, verantwortungsvoll für die Zukunft zu planen. Aus diesem Grund ist der Schritt ein vernünftiger Schritt“, erklären unisono die beiden Vorstände Alois Spiegler (Vorstandssprecher der VR-Bank) und Werner Deubel (Vorstand Betrieb der Volksbank Neu-Ulm). Im Rahmen der Prüfungen werde man die Synergieeffekte ausarbeiten, die sich aus einem Zusammenschluss – beispielsweise hinsichtlich der Großkreditgrenze und der Verwaltungskosten – ergeben. Die Vorstände beider Institute weisen jedoch explizit darauf hin, dass dies nicht zur zwanghaften Reduzierung der Mitarbeiterzahl führen wird. „Vielmehr möchten wir uns darauf konzentrieren, die Kräfte zu bündeln“, sagt Werner Deubel und merkt an, dass die Voraussetzungen hierfür gerade in Hinblick auf die ineinander übergehenden Geschäftsgebiete optimal seien.

Direkt nach der Sommerpause sollen laut Alois Spiegler verstärkt die Hausaufgaben angegangen werden: „Wir sind zuversichtlich bis Ende des Jahres konkrete Ergebnisse – wie beispielsweise die neue Landkreisbank heißen und aufgestellt werden soll – präsentieren zu können.“ Bis dahin werden sowohl die Mitarbeiter als auch die zuständigen Gremien wie der Aufsichtsrat und die Vertreter in die Prüfungen eingebunden werden.