Solides Ergebnis und gute Eigenkapitalstruktur

Weißenhorn, 25. April 2014

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen sowie regulatorischen Rahmenbedingungen kann die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2013 zurückblicken, wie die beiden Vorstände Alois Spiegler und Dr. Wolfgang Seel im Rahmen des Bilanzpressegesprächs im KundenFinanzCenter in Weißenhorn berichteten. Das erneute Wachstum in den Kerngeschäftsfeldern macht laut Vorstandssprecher Alois Spiegler deutlich, „dass wir in allen Bereichen gut aufgestellt sind. Besonders unsere engagierten Mitarbeiter, die den hohen Qualitätsanspruch der VR-Bank in der Kundenbetreuung leben, sind dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“

 

Positives Gesamtergebnis

Die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem respektablen Ergebnis abgeschlossen: „Damit befinden wir uns auf einem soliden Weg, der aber weiter anstrengend bleiben wird“, betonte Alois Spiegler in seiner Begrüßung zum Bilanzpressegespräch. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen ging er näher auf die anhaltend niedrigen Zinsen, die immer wieder aufkeimenden Turbulenzen im Euroraum und auf die regulatorischen Rahmenbedingungen ein, welche die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn als regionales Kreditinstitut vor immer größere Herausforderungen stellen. „Unter den gegebenen Voraussetzungen können wir mit dem vergangenen Geschäftsjahr jedoch zufrieden sein“, erklärte Dr. Wolfgang Seel. Die Bilanzsumme ist im Jahresverlauf mit über 23,6 Millionen Euro um 2,8 Prozent auf knapp 856 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss (Ergebnis nach Bewertung und Steuern) liegt leicht über dem Vorjahresniveau und erlaubt neben der Stärkung des Eigenkapitals auch die Ausschüttung einer attraktiven Dividende in Höhe von 5,5 Prozent an die Mitglieder.


Kreditgeschäft weiter ausgebaut

Sehr erfreulich verlief erneut das Kreditgeschäft. Viele Mitglieder und Kunden der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn nahmen im vergangenen Jahr mittel- bis langfristige Kredite auf, um von den weiterhin günstigen Zinsbedingungen zu profitieren. Der Bestand der Kundenausleihungen lag zum 31. Dezember 2013 insgesamt bei rund 627,7 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von etwa 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Beweis für nachhaltiges Wirtschaften konnte die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn dabei 110 Maßnahmen mit ökologischem Nutzen unterstützen und hierfür ein Kreditvolumen in Höhe von rund 9 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Aufgrund der weiterhin attraktiven Rahmenbedingungen und einer anhaltend hohen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt erzielte die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn auch bei den Wohnbaufinanzierungen wieder ein überdurchschnittliches Wachstum. Dabei konnte sie im vergangenen Jahr insgesamt 888 Kunden den Wunsch vom Eigenheim verwirklichen und damit das Baufinanzierungsvolumen um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.

Darüber hinaus trug die größte Genossenschaftsbank im Landkreis auch im vergangenen Jahr maßgeblich zur stabilen Finanzierung der mittelständischen Wirtschaft in der Region bei. Das Volumen an vermittelten Förderkrediten lag bei etwa 12 Millionen Euro. Zugleich begleitete die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn 15 Existenzgründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit.


Kontinuierliches Wachstum bei Kundeneinlagen

„Der Wettbewerb im Einlagengeschäft hat sich im vergangenen Jahr – etwa durch die Rückbesinnung international tätiger Großbanken auf Kundeneinlagen des Heimatmarktes und durch das wachsende Angebot von Internetbanken – merklich verschärft. Zudem verringert das andauernde Niedrigzinsumfeld den Sparanreiz bei Kunden“, erklärte Dr. Wolfgang Seel im Rahmen seiner Ausführungen und betonte dabei, dass der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn trotz dieser Situation weiterhin großes Vertrauen entgegengebracht wird. So konnten die Kundeneinlagen mit 672,5 Millionen Euro um etwa 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Einen besonderen Stellenwert besitzen hierbei liquide und sichere Anlageformen, in denen sich das Sicherheitsbedürfnis der Kunden widerspiegelt. Zugleich kann die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn aber auch einen moderaten Anstieg im Wertpapiergeschäft verzeichnen. Aufgrund der stärkeren Nachfrage nach alternativen Anlageprodukten wurde das Kundenanlagevolumen in Wertpapierdepots um etwa 7,4 Prozent auf rund 236 Millionen Euro gesteigert. Sehr gefragt waren insbesondere Immobilienfonds und Fonds zur strukturierten Vermögensanlage, die den Rückgang bei verzinslichen Wertpapieren mehr als kompensierten.


Ertragslage insgesamt zufriedenstellend

Während der Zinsüberschuss annähernd konstant blieb, ist beim Provisionsüberschuss ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich die gestiegenen Provisionsaufwendungen im Bereich des beleglosen Zahlungsverkehrs und der kartengestützten Zahlungssysteme. Die Zinsspanne lag zum 31. Dezember 2013 mit 2,65 Prozent deutlich über dem Wert des Genossenschaftsverbandes Bayern mit 2,39 Prozent.

Um sich für die künftigen Kundenanforderungen fit zu machen, wurde für 2013 bewusst mit einem Anstieg der Sachaufwendungen geplant. Neben allgemeinen Beratungsprojekten zur weiteren Optimierung des Vertriebes hat die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn mit der Neuausrichtung der Internetpräsenz sowie der Ausstattung ihrer Kunden mit neuen Bankkarten, umfangreiche Investitionen für die Zukunft vorgenommen. Trotz dieser gestiegenen Verwaltungsaufwendungen konnte der Jahresüberschuss aufgrund eines positiven Bewertungsergebnisses insgesamt um 5,1 Prozent auf 2,05 Millionen Euro gesteigert werden.


Steigende Regulierungsvorgaben belasten

Mit Sorge sehen die beiden Vorstände die Auswirkungen bereits umgesetzter, aber auch geplanter Regulierungsmaßnahmen wie die Gestaltung der Europäischen Bankenunion. Hinsichtlich der am 15. April 2014 durch das EU-Parlament beschlossenen Regeln zur Abwicklung und Sanierung von Banken positionierte sich Alois Spiegler klar: „Wir brauchen eine angemessene und faire Lastenverteilung zwischen Regionalbanken und internationalen Großbanken. Wir hoffen auf eine risikogerechte Ausgestaltung, die den Belangen der kleinen Banken Rechnung trägt – beispielsweise durch eine mögliche Freigrenze bei der Beitragsbemessung.“

Aber auch die großen Belastungen, die sich durch die Vielzahl an regulatorischen Vorgaben ergeben, stellen aus Sicht von Dr. Wolfgang Seel eine Bedrohung für das erfolgreiche Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken dar: „Die Umsetzung dieser Anforderungen sind nur mit einem erheblichen Zeit- und damit Kostenaufwand zu meistern. Geht diese Entwicklung ungebremst so weiter, sind die bisher so krisenfesten Volks- und Raiffeisenbanken irgendwann zu klein, um zu überleben. Wir fordern daher Regulierung mit Augenmaß!“ In diesem Zusammenhang nannte er auch die neuen Banken-Regeln zu „Basel III“ und der damit verbundenen Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute. Der Anstieg der gesamten Eigenkapitalanforderung um 62,5 Prozent wird für viele Institute eine schwierige Herausforderung – oder sogar eine Einschränkung in der Kreditvergabe – darstellen, führte Seel weiter aus.


Deutlicher Ausbau des Eigenkapitals

Vor dem Hintergrund der Basel-III-Anforderungen hat die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn frühzeitig ein besonderes Augenmerk auf ihre Eigenkapitalentwicklung gelegt. So konnte sie das Eigenkapital – wie schon in den vergangenen Jahren – auch in 2013 kräftig stärken. Mit einem Eigenkapital in Höhe von 10,09 Prozent der Bilanzsumme liegt sie deutlich vor dem bayernweiten Durchschnitt der Genossenschaftsbanken von 8,62 Prozent und sieht sich auch für die Zukunft gewappnet: „Dadurch sind wir in der Lage, den Kreditnehmern weiterhin als verlässlicher Partner zur Verfügung zu stehen und jeden vertretbaren Kreditwunsch zu erfüllen“, zeigte sich Dr. Wolfgang Seel mit Blick auf die steigenden Anforderungen durch „Basel III“ sehr zuversichtlich.


Mitarbeiter als wesentlicher Erfolgsfaktor

„Wir sind sehr stolz, eine sowohl aus jungen als auch aus erfahrenen Mitarbeitern bestehende und vor allem top-ausgebildete Mannschaft zu haben“, erklärte Alois Spiegler und fügte an, dass die Mitarbeiterzahl mit 224 Mitarbeitern im vergangenen Jahr nahezu konstant blieb. Zugleich ist es der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn besonders wichtig, ihre Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu rekrutieren, wie Dr. Wolfgang Seel betonte: „Wir setzen alles daran, eine fachlich anspruchsvolle Berufsqualifikation und somit eine ausgezeichnete Perspektive für eine Bankkarriere zu bieten.“ So absolvierten im vergangenen Jahr insgesamt 17 junge Menschen ihre Ausbildung bei der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn.

Neben der Berufsaus- und -weiterbildung liegt beiden Vorständen auch die Gesundheit ihrer Mitarbeiter besonders am Herzen. In diesem Zusammenhang ist die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn bereits seit drei Jahren stark engagiert und hat ein umfangreiches Gesundheitsmanagement ins Leben gerufen. Das vielfältige Programm aus den Bereichen Sport, Ernährung und Entspannung stößt bei den Mitarbeitern, die auch gerne bereit sind die Angebote in ihrer Freizeit wahrzunehmen, auf große Resonanz.


VR-Bank – eine wichtige Kraft in der Region

Insgesamt über 82.000 Euro hat die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn im vergangenen Jahr an Vereine sowie an soziale und karitative Einrichtungen gespendet und dabei über 70 Projekte im Landkreis Neu-Ulm unterstützt. „Uns als regional verwurzeltes Kreditinstitut freut es besonders, dass wir so wichtigen Säulen in unserem Geschäftsgebiet wie beispielsweise den Feuerwehren, Kindergärten, Schulen, Sozialstationen sowie Musik- und Sportvereinen helfen können. Damit fördern wir unmittelbar auch unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter, die von diesen Organisationen profitieren oder sich darin engagieren“, betonte Alois Spiegler.

Über die finanzielle Förderung hinaus ist es der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn ein besonderes Anliegen das Ehrenamt zu stärken, Kindern und Jugendlichen den richtigen Umgang mit Geld näher zu bringen und ihre Mitglieder und Kunden bestmöglich in allen Lebensfragen zu begleiten. Dies stellt sie beispielsweise durch eine Vielzahl an Informationsveranstaltungen über alle Altersgruppen hinweg, im Rahmen ihrer beiden Kinder- und Jugendclubs oder durch ihr Engagement in Schulen und Kindergärten, Jahr für Jahr unter Beweis.

Zugleich ist die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn als einer der größten Steuerzahler ein wichtiges Element der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. So wurden beispielsweise im vergangenen Jahr rund 3,5 Millionen Euro an Steuern abgeführt; davon allein etwa 1,5 Millionen Euro an Gewerbesteuern, die direkt den Städten und Gemeinden zufließen, in denen sich die VR-Bank-Geschäftsstellen befinden und die Mitglieder und Kunden leben.